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Europäischer Sozialfonds für Deutschland
Europäischer Sozialfonds für Deutschland
ESF Plus-Newsletter im März 2026
Liebe Leser*innen,
der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist auf Erfolgskurs: Rund 320.000 Personen und über 51.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden durch den aktuellen ESF Plus des Bundes unterstützt. Hier finden Sie dazu weitere Infos.

Um diesen Erfolgskurs auch in der künftigen ESF-Förderperiode ab 2028 fortzusetzen, fordert Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas gemeinsam mit Michael Groß, Vorsitzender des Arbeiterwohlfahrt Bundesverbandes, eine substanzielle Mittelausstattung im künftigen EU-Haushalt. Weitere Partner setzen sich ebenfalls für die Zukunft des ESF ein. Im Interview erläutert Giulia Maira, Vertreterin der Nationalen Armutskonferenz im ESF Begleitausschuss, warum es auch künftig einen eigenständigen ESF braucht.

Aber was steckt hinter diesen Erfolgszahlen? Wir berichten im ESF Plus-Newsletter regelmäßig darüber, wie ESF Plus-geförderte Programme und Projekte ihre Zielgruppen erreichen, deren Ausbildungs- und Arbeitsmarkchancen verbessern und Beschäftigte und Betriebe bei der Transformation des Arbeitslebens unterstützen.

In dieser Ausgabe geht es u.a. um innovatives Personalmanagement in der Sozialwirtschaft und um Bildungsprojekte für ältere Menschen ab 60+, deren gesellschaftliche Teilhabe im Alter gefördert wird. Aus dem Bereich Zukunft der Arbeit und digitale Transformation stellen wir zwei spannende Projekte vor. Das Zukunftszentrum Thüringen hat eine inklusive Wäscherei zukunftssicher gemacht, indem mittels einer KI-gestützten Prozess-Analyse das steigende Auftragsvolumen und die Arbeitsabläufe der Mitarbeitenden mit Behinderungserfahrungen optimiert wurden. So konnte ein Zwei-Schichten-Arbeitsmodell und unproduktive Leerlaufzeiten abgewendet werden. Und das Projekt "KoDateN" entwickelt digitale Datenräume für vernetzte Wertschöpfung in Europa. Dabei stehen neben der technischen Lösung vor allem Kooperation und Vertrauen der beteiligten Partnerunternehmen im Mittelpunkt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,
Ihr ESF Plus-Redaktionsteam
Aus dem BMAS
Die Arbeit des ESF muss fortgesetzt werden
© BMAS
Anlässlich der geplanten deutlichen Kürzungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im künftigen Haushalt der Europäischen Union (EU) trafen sich Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und der Vorsitzende des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Michael Groß, zur Aussprache. Beide fordern eine substantielle Mittelausstattung für arbeitsmarkt- und sozialpolitische Maßnahmen in den neuen Nationalen-Regionalen Partnerschaftsplänen (NRPP). Dabei geht es um die Zukunft des Europäischen Sozialfonds (ESF) in der neuen Struktur der NRPP.
Interview zur Zukunft des ESF
© Juan Zamalea
Giulia Maira vertritt im Begleitausschuss des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) die Nationale Armutskonferenz (nak). Sie ist Leiterin des Referats Soziale Sicherung für den Diözesan-Caritasverband in Paderborn und koordiniert die Caritas in NRW. Hier zeigt sie anhand konkreter Beispiele, warum es auch in Zukunft einen eigenständigen ESF braucht.
Innovatives und praxisnahes Personalmanagement in der Sozialwirtschaft
© ESF-Regiestelle "rückenwind³"
Qualifiziertes und motiviertes Personal ist eine zentrale Ressource der Sozialwirtschaft.Und Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, ist gleichzeitig eine der größten Herausforderungen. Eine alternde Belegschaft, begrenzte Budgets und steigende Anforderungen machen ein strategisches Personalmanagement unverzichtbar. Im ESF Plus-Förderprogramm "rückenwind³" werden hierzu vielfältige Modelle erprobt. Drei der Modellprojekte stellen ihre Ergebnisse vor.
Wie KI Arbeitsprozesse in inklusiver Wäscherei optimiert
© Very& Media GmbH
Das ESF Plus-geförderte Zukunftszentrum "ZeTT – Zentrum Digitale Transformation Thüringen" hat gemeinsam mit der CJD Wäscherei in Erfurt die Arbeitsabläufe mithilfe einer KI gestützten Prozessanalyse neu strukturiert. Die Produktionskapazität ist um 22 % gestiegen, Leerlaufzeiten sind entfallen – das war möglich, ohne eine zusätzliche Schicht einführen zu müssen.
"MY TURN" ist in die zweite Förderphase gestartet
© BMAS
Im ESF Plus-Förderprogramm "MY TURN - Frauen mit Migrationserfahrung starten durch" haben über 60 engagierte Projekte in ganz Deutschland von September 2022 bis Ende 2025 erfolgreich Frauen mit Migrationserfahrung für den Arbeitsmarkt aktiviert und auf dem Weg in Qualifizierung, Ausbildung und (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung begleitet.
Innovative Ansätze werden bundesweit verstetigt
© BMAS
Das ESF Plus-Programm "Win-Win - Durch Kooperation zur Integration" verfolgt einen besonderen Ansatz: ausgewählte Good practice Projekte aus den ersten beiden Förderrunden sollen Projektträgern der dritten Förderrunde als "Blaupause" dienen und bundesweit in ihren jeweiligen Kommunen erprobt und verstetigt werden. So wird dafür gesorgt, dass die Wirksamkeit des Programms insgesamt erhöht und die bisher im Programm identifizierten sozial-innovativen Good practice Ansätze bundesweit nachhaltig verstetigt werden.
Erfolgreiches  Beratungsangebot "Faire Integration" wurde verstetigt
© Faire Integration
Das im Programm "Q – Integration durch Qualifizierung" entwickelte Beratungsangebot "Faire Integration" wurde aufgrund seines Erfolges verstetigt. Es wurde durch den Europäischen Sozialfonds (Plus) gefördert und bietet seit 2019 Unterstützung, Beratung und Information zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen für Drittstaatsangehörige an. Die Verstetigung erfolgte im Zuge der Reform des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Das Beratungsangebot wird nun durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales über Trägerzuschüsse und teilweise durch Eigenmittel der Träger finanziert.
Aus den Ressorts
Neue Formen der europaweiten Zusammenarbeit durch digitale Datenräume
© Projektron GmbH (KI generiert)
Wie können Unternehmen – besonders kleine und mittlere – interdisziplinär und grenzüberschreitend zusammenarbeiten? Das ESF Plus-geförderte Projekt "KoDateN" liefert die Antwort: Es entwickelt kollaborative Datenräume, die europäischen Netzwerken eine flexiblere Organisation und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Dabei stehen nicht nur technische Lösungen, sondern vor allem Kooperation und Vertrauen im Mittelpunkt - ein entscheidender Beitrag für die europäische Zusammenarbeit.
Lebenslanges Lernen endet nicht mit dem Beruf: Das Programm "BELL" fördert Bildungsprojekte für Menschen ab 60+
© Dominik
Das ESF Plus-Programm "Bildung und Engagement ein Leben lang" ("BELL") ist vor einem Jahr mit 42 Vorhaben gestartet und inzwischen auf 65 Projekte angewachsen. Ab April 2026 entwickeln nun bundesweit Bildungsakteure neue Lern- und Beteiligungsangebote für Menschen ab 60 Jahren. Das unterstützt auch gesellschaftliche Teilhabe im Alter.
Aus Brüssel
REGIOSTARS 2026: Bewerben Sie sich!
© EU Kommission
Zum 19. Mal sucht die Europäische Kommission die innovativsten regionalen Projekte in der EU: Bis zum 22. Mai 2026 können sich die Träger von bereits abgeschlossenen EU-geförderten Projekten für den Wettbewerb REGIOSTARS bewerben.
Förderaufrufe
3. Aufruf "Nachhaltig wirken - Förderung des gemeinwohlorientierten Unternehmertums"
 
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 16. März 2026 den dritten Förderaufruf für das Programm "Nachhaltig wirken - Förderung des gemeinwohlorientierten Unternehmertums" gestartet. Förderanträge können bis zum 9. April 2026 (12:00 Uhr) eingereicht werden.
Publikationen
Leitfaden: Umsetzung digitaler Barrierefreiheit
© BMAS
Digitale Angebote müssen so gestaltet werden, dass sie von allen Menschen uneingeschränkt genutzt werden können – unabhängig von ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Aber wie können ESF Plus-geförderte Projekte digitale Barrierefreiheit ganz konkret und praktisch umsetzen? Antworten finden Interessierte in einer neuen Publikation des ESF Plus-Programms "WIR - Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt". Der kompakte, ausschließlich digital vorliegende Leitfaden kann hier heruntergeladen werden.
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© Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
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