die Digitalisierung schreitet rasant voran, während gleichzeitig Fragen des Zusammenhalts und der Nachhaltigkeit immer dringlicher werden. In der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters beleuchten wir zukunftsweisende Initiativen aus dem ESF Plus, die diese Herausforderungen mit konkreten, praxistauglichen Lösungen angehen. Außerdem erläutert Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, unter welchen Rahmenbedingungen der Europäische Sozialfonds (ESF) aus kommunaler Sicht bestehen bleiben muss.
Wie der Sprung in die digitale Zukunft gelingt, zeigen drei völlig unterschiedliche Praxisbeispiele. Im Hamburger Schokoladenmuseum "Chocoversum" erarbeiten Beschäftigte mithilfe eines neuen Werkzeugkastens für die Organisations- und Prozessentwicklung selbstständig KI-basierte Anwendungen. Das Projekt "Social Media Streetwork" erreicht über digitale Räume Menschen, die keinen Kontakt zu klassischen Hilfsangeboten haben, und schult Mitarbeitende im Umgang mit KI. Dass Innovationen auch im hochsensiblen Bereich der kritischen Infrastrukturen (KRITIS) virtuell und kollaborativ entstehen, beweist das Projekt "VILinKRITIS": Es verlegt die ko-kreative Produktentwicklung in geschützte Virtual-Reality-Räume.
Ein weiterer Schwerpunkt des Newsletters liegt auf der Stärkung von Fachkräften und Strukturen. Um junge Menschen auf dem anspruchsvollen Weg in die Eigenständigkeit optimal zu begleiten, unterstützt das Programm "JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit" die Fachkräfte der Jugendarbeit mit einem kostenlosen, flexiblen E-Learning-Angebot. Außerdem berichten wir über eine gemeinsame Erklärung von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, die darauf abzielt, das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement zu fördern.
Wirtschaftlicher Erfolg ist untrennbar mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden. Die Wassersportwirtschaft zeigt hier Pioniergeist: Das Initiativnetzwerk der Deutschen Meeresstiftung bringt Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um die Branche angesichts von Klimawandel und Ressourcenknappheit nachhaltig aufzustellen. Dass ein zukunftsfähiges Arbeitsumfeld auch eine klare Haltung erfordert, verdeutlichen vier Modellprojekte des ESF Plus-Förderprogramms "Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern" ("ESF-Sozialpartnerrichtlinie"). Sie zeigen Wege auf, wie Unternehmen Vielfalt, Gleichstellung und demokratisches Handeln fest in ihrer Organisationsentwicklung verankern – gerade in Zeiten wachsender Widerstände.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende und informative Lektüre!