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Europäischer Sozialfonds für Deutschland
Europäischer Sozialfonds für Deutschland
ESF Plus-Newsletter im Februar 2026
Liebe Leser*innen,
der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) ermöglicht Projektträgern, innovative und wirkungsvolle Angebote für Qualifizierung, Beschäftigung und soziale Teilhabe umzusetzen. Neben der erfolgreichen Projektarbeit gewinnt dabei die sichtbare Darstellung von Ergebnissen und Wirksamkeit angesichts der fortgeschrittenen Förderperiode zunehmend an Bedeutung: Welche Erfolge werden erzielt? Und vor allem: Wie lassen sich diese belegen und öffentlichkeitswirksam kommunizieren und sichtbar machen? In diesem Newsletter stellen wir dazu einige Initiativen vor. Diese Best-Practice-Beispiele wurden sogar durch Auszeichnungen oder durch internationale Anerkennung bekannt: 

Das Projekt "U(H)rWerk+" aus dem Programm "Akti(F) Plus" macht seine erfolgreiche Unterstützung von Familien in schwierigen Lebenslagen im ländlichen Raum sichtbar, indem es die Auszeichnung "Familie des Jahres" verliehen hat.

Das Regionale Zukunftszentrum "pulsnetz MuTiG" vernetzt sich international - und präsentierte auf internationalen Pflegekongressen in Wien und Abu Dhabi seinen Truck der Digitalisierung - kurz: "TruDi".

Das "Café Lebenslust" des Programms "Stärkung der Teilhabe älterer Menschen - gegen Einsamkeit und soziale Isolation" ("STäM") erhielt den Kasseler Gesundheitspreis und präsentierte sich im ESF Plus-Ausschuss der EU-Kommission.

Das Projekt "BBNE-PfleGe" im Programm „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ erhielt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit. Darüber hinaus hat auch die "Fachstelle Querschnittsthemen im ESF Plus" (kurz: "FAQT") das Projekt auf seiner Website als Beispiel guter Praxis vorgestellt. Alle, die sich fragen: "Was genau macht diese Fachstelle eigentlich?", finden hier Antworten in dem aufschlussreichen Interview mit der Leiterin der Fachstelle, Henriette Meseke.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,
Ihr ESF Plus-Redaktionsteam
Aus dem BMAS
Interviewreihe zur Zukunft des ESF in Deutschland
© Diakonie

Die Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union für den Zeitraum von 2028 bis 2034 sind aktuell in vollem Gange. In unserer Interviewreihe sprechen wir mit Expert*innen darüber, welche Chancen und Risiken der künftige MFR für die Zukunft des ESF in Deutschland bietet. Das erste Gespräch haben wir mit Andreas Bartels, Mitglied des Begleitausschusses des ESF Plus des Bundes, geführt.

Zukunftszentrum "pulsnetz MUTiG" präsentiert sich auf internationaler Bühne
© pulsnetz MuTiG
Die Arbeit der ESF Plus-geförderten Zukunftszentren stößt auf internationales Interesse. Deshalb präsentierte das Regionale Zukunftszentrum "pulsnetz MuTiG - Mensch und Technik im Gemeinwesen" auf Pflegekongressen in Abu Dhabi und Wien seine Projektarbeit sowie seinen Truck der Digitalisierung - kurz: "TruDi". Beides steht für innovative und digitale Ansätze im Bereich Pflege.
Potenziale erkennen, Zukunft gestalten: So stärkt "KomBI" Zugewanderte im Rahmen des Förderprogramms "IQ"
© iStock
Das ESF Plus-Förderprogramm "IQ- Integration durch Qualifizierung" unterstützt Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Arbeitsmarktintegration. Dabei stehen auch Personen ohne formale Berufsqualifikation im Fokus. Um diese zu unterstützen, greifen die "IQ"-Beratungs- und Qualifizierungsangebote auf Verfahren zur Feststellung und Sichtbarmachung von Kompetenzen zurück. Hier setzt die KomBI-Laufbahnberatung (Kompetenzorientiert – Biografisch – Interkulturell) an. Mit dieser Methode werden Ratsuchende darin unterstützt, sich ihrer Stärken und Fähigkeiten bewusst zu werden, neue Perspektiven zu entdecken und ihren individuellen Karriereweg zu gestalten. Das umfasst erste praktische Erfahrungen im Betrieb, den Einsatz vorhandener Tools bis hin zu einem individuellen Coaching.
Mit "Move On!" neue Perspektiven schaffen: Jugendliche wagen den Sprung ins Ausland
© Marcus Jörger
Neun Monate Coaching, Seminare und ein Auslandspraktikum – so unterstützt das Hamburger "JUVENTUS"-Projekt "Move On! Deine Chance in Europa!" junge benachteiligte Menschen, die (noch) nicht in Ausbildung oder Beruf sind. Mit intensiver Begleitung, internationaler Erfahrung und einem starken Netzwerk eröffnet ihnen das Projekt Chancen, die sonst oft unerreichbar wären. Umgesetzt wird das Projekt von Arbeit und Leben DGB/VHS Hamburg e.V. in Kooperation mit der gsm GmbH.
„INQA-Coaching“: Wie kleine Unternehmen fit für die Zukunft werden
© INQA-Coaching
Fachkräfteengpässe, veraltete Produktionsprozesse, verzögerte Digitalisierung – kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen oft unter Druck. Das ESF Plus-geförderte Beratungsprogramm "INQA-Coaching" schafft Abhilfe, in dem es sie bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen unterstützt: 80 Prozent der Kosten werden dabei übernommen. So wurden seit 2023 über 1.700 Unternehmen unterstützt, mit einer Zufriedenheit von 84 Prozent. Drei Erfolgsgeschichten aus 2025 zeigen, was europäische Förderung konkret bewirkt.
"Akti(F) Plus"-Projekt "U(H)rWerk+": Auszeichnung "Familie des Jahres"
© BilSE Institut für Bildung und Forschung/KI-generiert
Wie Familien in schwierigen Lebenslagen im ländlichen Raum nachhaltig gestärkt werden können, zeigt das Projekt "U(H)rWerk+" in Mecklenburg-Vorpommern. Durch passgenaue Beratung, die ganzheitliche Betrachtung der Familie sowie den Aufbau verlässlicher Netzwerke werden sie dabei unterstützt, (wieder) Stabilität zu gewinnen und für sich neue Perspektiven zu entwickeln. Eine sichtbare Anerkennung dieser Arbeit ist die Auszeichnung "Familie des Jahres", die im Rahmen einer regionalen Netzwerkveranstaltung vergeben wurde.
Auf Kurs: ESF-Förderprogramm "KOMPASS" weiterhin erfolgreich fortführen
© Stephan Pramme
Das ESF Plus-Förderprogramm "KOMPASS - Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige" wurde im Februar letzten Jahres verlängert bis zum 30.09.2028 - damit läuft das Programm bis zum Ende der aktuellen ESF Plus-Förderperiode und setzt ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des ESF. "KOMPASS" unterstützt Solo-Selbstständige dabei, sich durch Weiterbildungen krisenfest und zukunftssicher aufzustellen. Beim Netzwerktreffen des ESF Plus-Programms am 9. und 10. Dezember in Berlin wurden aktuelle Entwicklungen thematisiert und neue Ideen zur Weiterentwicklung des Programms für die kommenden Jahre angestoßen.
FAQT: "Wir kombinieren Praxis, externe Expertise und eigenes Know-how"
© Hervé Maillet Bremen
Das Team der Fachstelle Querschnittsthemen im ESF Plus (kurz: FAQT) unterstützt im Auftrag der ESF Verwaltungsbehörde des Bundes, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Akteure des ESF Plus-Bundesprogramms bei der Implementierung der Bereichsübergreifenden Grundsätze (Gleichstellung der Geschlechter, Antidiskriminierung und Ökologische Nachhaltigkeit) in der Förderperiode 2021-2027. Henriette Meseke, Leiterin der Fachstelle, erläutert im Interview den Beratungsauftrag der FAQT und dessen Mehrwert für die praktische Arbeit im ESF Plus.
"MAMBA 4U": Wie Geflüchtete in Münster ihren Weg in Ausbildung und Arbeit finden
© Microsoft Copilot / GEBA mbH
Ein Praktikum im Handwerk, Sprachförderung direkt am Arbeitsplatz und die Begleitung durch ein starkes Netzwerk: Das Projekt "MAMBA 4U" unterstützt Geflüchtete ab 15 Jahren in Münster bei der Integration in Ausbildung und Arbeit. Teilnehmende erhalten individuelle Beratung, Bewerbungstraining und nehmen an Betriebsbesichtigungen und Praktika teil. Die arbeitsplatzintegrierte Sprachförderung im Betrieb erleichtert die Verständigung und Integration nachhaltig. Durch die Zusammenarbeit mehrerer lokaler Träger und Institutionen entstehen neue Chancen und berufliche Perspektiven.
Wege aus der KiTa-Krise: KiTas stärken im Dialog

© Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH

Welche Wege, Lösungsansätze und neue Ideen stärken Kindertageseinrichtungen (KiTas) angesichts aktueller Herausforderungen? Darüber tauschten sich Ende letzten Jahres Sozialpartner und mehrere Projekte aus der ESF-Sozialpartnerrichtlinie "Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten" sowie dem Schwesterprogramm "rückenwind³ für Vielfalt, Wandel und Zukunftsfähigkeit in der Sozialwirtschaft" bei der Veranstaltung: "Branchendialog KiTa: Digitalisierung, Personalentwicklung und Resilienz. KiTas stärken im Dialog." aus.
Aus den Ressorts
Auszeichnung für das ESF Plus-geförderte Projekt "Café Lebenslust"
© Frank Nordheim
Das ESF Plus-geförderte Projekt "Café Lebenslust – Beratung, Begegnung und Beteiligung" ist ein Treffpunkt in Kassel für ältere Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen. Die Beschäftigten des Cafés bieten gemeinsame Aktivitäten und Gespräche an, um den Café-Besucher*innen neue Perspektiven zu eröffnen und Einsamkeit und sozialer Isolation entgegenzuwirken. Weil das Projekt so erfolgreich ist, wurde es 2025 mit dem Kasseler Gesundheitspreis ausgezeichnet und durfte sich per Videokonferenz dem in Brüssel tagenden ESF Plus-Ausschuss der EU-Kommission präsentieren.
Deutscher Nachhaltigkeitspreis für das ESF Plus-Projekt "BBNE-PfleGe"
© Frank Fendler
Das Projekt "BBNE-PfleGe" aus dem ESF Plus-Programm "Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit (DNP) ausgezeichnet. Er ist die wichtigste Auszeichnung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland und würdigt herausragende Initiativen, die beispielhaft vorleben, wie ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung praktisch umgesetzt werden kann.
Förderaufrufe
Zweiter Förderaufruf im "WIR"-Programm
© BMAS
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat bereits am 26.11.2025 einen zweiten Förderaufruf zum ESF Plus-Förderprogramm "WIR - Netzwerke integrieren Geflüchtete in den Regionalen Arbeitsmarkt" im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Interessenbekundungsverfahren ist Anfang Januar 2026 gestartet und läuft bis zum 19. Februar 2026 (12:59 Uhr).
Publikationen

Gender Budgeting-Bericht 2025

© BMAS
Der zweite Gender Budgeting-Bericht für die Förderperiode 2021-2027 ist auf dem ESF-Webportal veröffentlicht (Download). Der Bericht (Stand November 2025) enthält eine detaillierte Analyse und Auswertung der geschlechtsspezifischen Pro-Kopf-Ausgaben für alle ESF Plus-Förderprogramme und -Projekte. Mit Hilfe des Instruments des Gender Budgeting wird eine Datenbasis für eine gleichstellungsorientierte Steuerung geschaffen.

Gemeinsam Bildungslandschaften gestalten

© BMBFSFJ
Die Publikation "Zivilgesellschaft und Kommune: Gemeinsam Bildungslandschaften gestalten" zeigt zentrale Potenziale und Handlungsoptionen zivilgesellschaftlichen Engagements in kommunalen Bildungslandschaften auf. Ihre Beiträge entstanden im Kontext des Förderprogramms "Bildungskommunen", gefördert durch den ESF Plus und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Publikation bietet nützliche Anregungen und Transferhinweise für Verwaltung, Bildungsakteure und Bildungsnutzende und kann hier heruntergeladen werden. Die Dokumentation zu einer gleichnamigen Fachkonferenz im vergangenen Jahr finden Sie hier.
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© Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
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